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Urlaub in schwedischen Ferienhäusern

-eine realistische Beschreibung-

Urlauber, die bereits des Öfteren privat in Schweden ein Ferienhaus gemietet haben, werden aus den folgenden Informationen vielleicht nicht mehr so den extremen Erkenntnisgewinn erzielen. Vieles wird ihnen bekannt vorkommen, haben sie bereits in ähnlicher Form erlebt, ist ja auch logisch, die Widrigkeiten sind ja auch überall nicht so verschieden.
Trotzdem lohnt es sich eventuell auch für erfahrenere Schwedenreisende, doch noch einen Blick zu riskieren. Mag sein, dass auch sie noch Neues erfahren;)
Für den Schwedenneuling hingegen ist es wirklich sehr wichtig, sich das Folgende doch etwas intensiver zu Gemüte zu führen:

 Wer in Schweden Urlaub macht, sucht in der Regel Ruhe, Natur  und Zurückgezogenheit. 
Damit verbunden ist dann natürlich auch, dass sich diese Natur und die ungewohnt weiten Entfernungen zum nächsten größeren Ort eventuell einmal nicht nur positiv bemerkbar machen. Unsere Häuser in der Siedlung Uthammar liegen alle sehr ruhig, weitab von jeglichem Verkehrslärm, aber das hat natürlich auch seinen Preis.

Die Grundstücke sind Naturgrundstücke mit hohen Bäumen, Felsen und Gras.
In der Siedlung und Umgebung haben wir niemanden finden können,  der die Gartenpflege übernimmt. 
Wen es sehr stört, wenn das Gras zu hoch ist, der muss  selber zum Rasenmäher greifen und sich entsprechend betätigen. Der Elektromäher plus Verlängerungskabel steht im Fahrradschuppen zwischen den Häusern Törnrosa und Äppleträd bzw. bei Bergtroll unter der Terrasse.
Auch für Baumschnitt und Pflege von Beeten ( sofern ansatzweise vorhanden)  haben wir  niemanden im Umkreis gefunden; gehen Sie daher nicht davon aus, dass die Grundstücke so gepflegt aussehen, wie Sie es wahrscheinlich von zuhause gewohnt sind. Das ist für uns einfach nicht machbar.
Die drei Häuser gehören uns und einem Freund, der in Süddeutschland arbeitet. Für die Vermietung der Häuser bin allein ich zuständig, wenn wir dann alle in Schweden sind, packen alle mit an, um zu Reparieren, zu Streichen und Garten- und Bootskram zu erledigen. Wir sind aber normal berufstätige Menschen mit den üblichen Urlaubstagen und daher nur in den Sommerferien für drei Wochen in Schweden und dann noch über Weihnachten/Silvester.
Da kann man natürlich nur die wichtigen Dinge in und an den Häusern und Booten erledigen und auch in den Gärten wird dann das getan, was eben notwendig ist.
Wir haben aber auch schon erlebt, dass direkt nach uns Mieter kamen, die sich über den ungepflegten Garten beschwerten, obwohl das Gras gerade gemäht und alle Büsche und Bäume zurückgeschnitten waren.
Solchen Schwedenreisenden sei einfach gesagt, dass sie da in unseren Häusern falsch sind und bitte hätten lesen sollen, was wir ihnen hier in den Zusatzinfos wirklich an Herz legen!

Sie mieten hier keine perfekten Häuser in Deutschland um die sich permanent gekümmert wird.
Das sollten Sie sich vor dem unterschreiben des Mietvertrages verinnerlichen.
In der Zeit, in der wir dort sind tun wir sicher mehr als manche andere das ganze Jahr an ihrem Haus, einfach schon deshalb, weil mein Mann handwerklich auf jedem Gebiet topfit ist, aber wer ein Haus sucht, das 365 Tage im Jahr klinisch rein ist und einen unkrautfreien deutschen Garten, der sollte bitte nicht eines unserer Häuser buchen, bzw. hinterher keine Detailfotos von Krümeln und Haaren in irgendwelchen Ecken mailen, dann bekommt er nämlich nur eine Email zurück mit dem Hinweis „siehe Zusatzinfo“.

Wir bedanken uns aber an dieser Stelle ganz ausdrücklich bei der Vielzahl der zupackenden und tollen Mieter, die über die Jahre hinweg eben mal nebenbei Boote, Armaturen und Kleingeräte repariert haben, unzählige Quadratmeter Rasen gemäht und sonstige Dinge in Ordnung gebracht ohne da großes Aufheben von gemacht zu haben!

 Hier nun zu den weiteren Dingen, die man wissen sollte:

 

Zum Thema Fernsehen:
Wir haben in allen Häusern moderne Flachbildfernseher mit deutschem Fernsehen und der Bildempfang ist durchweg gut. Was aber passieren kann: am Meer stürmt es nun manchmal ziemlich heftig, da kann es vorkommen, dass sich die SAT-Schüssel etwas verstellt und dann gibt's keinen oder nur eingeschränkten Fernsehempfang mehr. Hier ist dann der schwindelfreie Mieter gefragt, der sich mit Hilfe einer großen Leiter aufs Dach begibt und den Sitz der Schüssel um die entsprechenden Grade wieder korrigiert...... Für die Häuser Törnrosa + Äppleträd finden Sie die hinter dem gelben Gästehaus, für das Haus Bergtroll im dortigen Abstellraum.

 Und zum Thema Badezimmer:
Aus Gründen, die sich uns noch nicht erschlossen haben, sind diese immer die Stiefkinder der Schweden, ganz anders als in Dänemark. Schwedische Badezimmer sind in der Regel im Vergleich zum Rest des Hauses relativ klein und immer ohne Fliesen, weil man darauf eine Luxussteuer zahlen muss. Richtige Duschkabinen sind so gut wie unbekannt (haben wir aber in den Häuser Äppleträd und Bergtroll eingebaut), Badewannen gibt's auch kaum - nehmen Sie es also so hin und wundern Sie sich nicht. Ein nachträglicher Umbau auf deutsche Standards mit den entsprechenden Fliesen wäre sehr aufwendig und reparaturanfällig, da die Holzwände- und Böden in den Häusern bei Temperaturschwankungen natürlich "arbeiten" und regelmäßig auftretende Rissbildungen auch bei elastischen Klebern  nicht auszuschließen wären. 
Im Zusammenhang mit den Thema Badezimmer ein Wort zur Personen-Belegung in der Villa Äppleträd: Dort sind Betten, Tische, Stühle, Bestecke, Geschirr, Oberbetten, Kissen usw.  für bis zu acht Personen vorhanden- aber es gibt definitiv nur EIN BADEZIMMER!!!
Wer also dies Haus mit der größtmöglichen Personenzahl belegen möchte, sollte sich vorher darüber im Klaren sein, dass - wenn jeder morgens auch nur eine Viertelstunde im Bad verbringt- bereits zwei Stunden um sind, bis alle fertig sind!!! Sich dann hinterher darüber bei uns zu beschweren, dass ein Bad für 8 Personen zu wenig sei, ist  wohl richtig aber für keine Seite hilfreich...;) Der Vorschlag, ein zweites Badezimmer mit  Duschbad einzubauen, ist auch wenig brauchbar, siehe Thema  Warmwasser / Boiler.....

Im Gästebuch von Villa Äppleträd taucht trotz aller Bitten, sich doch einmal diese Infos hier vorher durchzulesen immer wieder der völlig unrealistische Vorschlag / Wunsch nach einem größeren oder zweiten Badezimmer auf, allerdings ausschließlich bei den Sommergästen. Von Ende März bis Mitte Juni haben wir oft Woche für Woche Angelgruppen von 6 bis sogar 9 Personen, die sich NIEMALS solcherart äußern würden. Diese setzen völlig andere Prioritäten und vielfach ist ihnen auch bereits vorher die Problematik mit der schwedischen Stromversorgung bekannt:

Warmwasser:
 Schwedische Häuser werden leider nur bis max. 20 Ampere abgesichert, viele auch nur bis 16A, daher ist der Einbau beispielsweise eines Durchlauferhitzers nicht möglich und die Warmwasserbereitung durch den vorhandenen Boiler dauert ihre Zeit. Ist so ein 160 l-Boiler erst einmal leer und das Wasser kalt, müssen Sie leider mehrere Stunden einrechnen, bis der Nächste warm duschen kann....Und wenn direkt vor Ihnen kein Mieter im Haus war, dauert das erstmalige Aufheizen des Wassers auch so 2-3 Stunden.

 Sollte einmal etwas kaputt gehen, so ist es ähnlich wie bei der Gartenpflege:
Es gibt keine Vor-Ortbetreuung, wir  haben in Uthammar niemanden, der Kleinigkeiten repariert, die in drei Häusern so anfallen können.
Es gibt freundliche Nachbarn, die gerne helfen oder jemanden holen, der sich auskennt, aber das sind wirklich nur Freundschaftsdienste und nicht etwa bezahlte Dienstleistungen.
Wenn Sie in Deutschland jemanden haben, der Ihren Garten pflegt und eine Putzhilfe, die Ihnen als berufstätigem Menschen Einiges abnimmt, werden Sie in Schweden nur auf Unverständnis stoßen:  solche Dienstleistungen gibt es im privaten Bereich so gut wie gar nicht. Sie werden daher immer die Endreinigung selber übernehmen müssen und Kleinigkeiten, die Sie stören evtl. selber reparieren. Und es ist dabei manchmal nicht  mit dem Austauschen einer Glühbirne oder eines Staubsaugerbeutels getan.... 
Für alle Fälle gibt’s in jedem Haus einen gut bestückten Werkzeugkasten.

 Das Thema Fahrräder
 
ist ähnlich gelagert; immer wieder bekommen wir von Freunden sehr gut erhaltene, aber natürlich ältere Fahrräder mit nach Schweden, die nicht mehr benötigt werden, weil etwas Neues gekauft wurde oder die Kinder "rausgewachsen" sind. Wenn aber jeder diese benutzt, ohne ab und zu mal eine Schraube wieder festzudrehen oder einen Reifen zu flicken, sind die Räder sehr schnell kaum noch benutzbar .Es gibt Fahrrad- Reparatursets  in allen  Häusern. Wir haben jedenfalls absolut  keine zeitlichen  Möglichkeiten, diese Fahrräder in Schuss zu halten und können sie daher nur zur Verfügung stellen ohne jede Funktionsgarantie!!! 
Auch hier bringt es nichts, uns nach dem Urlaub zu schreiben, dass an allen Rädern, die Sie benutzen wollten etwas zu reparieren war. Wir können das dann nur zur Kenntnis nehmen und unser Bedauern ausdrücken - mehr ist leider nicht möglich. Wenn Sie also im Urlaub viel Radfahren und nicht nur (wie wir) damit mal eben schnell an den Strand fahren möchten, dann ist es besser, Sie bringen Ihre eigenen Räder mit!
Außerdem haben wir festgestellt, dass das Thema Fahrräder- wie so Vieles- durchaus auch sehr unterschiedlich gesehen wird. Ein Mieter schreibt uns, dass alle Räder im entsetzlichen Zustand sind, überhaupt nicht verkehrssicher, völlig hinüber, der Folgemieter erzählt, er hätte mit seiner Familie und den prima Fahrrädern herrliche Ausflüge in die schwedische Natur gemacht...

 Das ist übrigens ähnlich wie bei dem Thema Bett und Matratzen.
Wir haben Betten mit deutschen Standdardmaßen. Es ist nicht unwichtig, dass festzustellen, weil schwedische Betten oft kleiner und vor allen Dingen viel schmaler sind! Sie können sicher sein, dass die Matratzen in unseren Häusern ausgetauscht werden wenn nötig, allerdings kaufen wir nie ganz harte Matratzen, so was wäre ja Gift für den Rücken. Fazit: der eine schwärmt davon, wie toll er geschlafen hätte, der nächste beklagt sich bitterlich über die völlig durchgelegenen, alten Teile. Wenn uns also nach Urlaubsende jemand mit solchen Themen kommt, die anscheinend nur auf unterschiedlichen Wahrnehmungen basieren, dann weisen wir nur auf diese Infos hin, sorry.

 Zum Thema „Es riecht ungewohnt, muffig, seltsam….“:
Unsere Häuser sind Holzhäuser wie eigentlich alle Häuser in Schweden.
Die haben einen anderen Eigengeruch als die in Deutschland üblichen Steinhäuser.
Der Souterrain von Villa Äppeträd liegt z.T. wie ein Keller , also unten. Das ist im Sommer sehr angenehm kühl und aber keinesfalls erdig oder kellerartig und schon gar nicht feucht. Können Sie sebst überprüfen, Thermometer mit Feuchtigkeitsmesser steht im Wohnzimmer. Nur eben vielleicht  ist der gesamte Hausgeruch etwas anders. Das Gleiche natürlich in Gästehaus, Pavillon, Saunafass….die sind ja auch alle aus Holz. Dieser Geruch vergeht teilweise nach dem Durchlüften oder weil Sie sich dran gewöhnt haben ;)
Manche Gäste meinen, uns dies dann im Rückmeldebogen sehr ausführlich mitteilen zu müssen. Entschuldigen Sie bitte, wenn wir das nicht weiter thematisieren, sondern nur wie bei bestimmten anderen Dingen kurz „Siehe Zusatzinfos“ schreiben.
Wir vermieten unsere Häuser schon seit sehr vielen Jahren und haben einfach inzwischen die Lust verloren, auf so etwas noch einzugehen…

 Zum Thema „ Im Haus sind Dinge , die ich nicht kenne oder nicht benötige“
Natürlich ist es so, dass eine Angelgruppe andere Prioritäten hat als eine Familie mit zwei Kleinkindern oder ein Rentnerehepaar. Dann ist es durch aus legitim, Dinge, die man während seines Aufenthaltes nicht benötigt wegzustellen.  Es gibt auch Mieter, die mit bestimmten Dingen einfach nichts anzufangen wissen, dazu zählt z.B.lustigerweise der Klopapier-Ersatzrollenhalter aus Holz, der bei allen Häusern aus dem Bad bereits mehrfach verschwunden war und sich in den unmöglichsten Ecken wiederfand, Stühle, kleine Teppiche und Läufer, simple Küchengeräte wie Holzschneidbretter und Zuckerstreuer oder schon „hochtechnische“ wie Brotbackmaschine, Teezubereiter und Mixer. Die werden dann am Urlaubsende ganz hinten im Abstellraum oder sogar im Fahrradschuppen vergessen. Wir finden sie dann Monate später dort beim Aufräumen, während sich zwischendurch etliche andere Mieter wundern, weshalb selbstverständliche Dinge scheinbar nicht vorhanden sind. Wir selber haben im Winter schon verzweifelt einen großen gusseisernen Bräter für unseren Weihnachtsputer gesucht und ihn dann hinter der Sauna zufällig im Schnee gefunden. Also bitte: Alles hinterher wieder an seinen Platz, notfalls aufschreiben oder Fotos machen!

   Große Probleme:
Sollte tatsächlich mal etwas so Gravierendes passieren, wie der Totalausfall eines Kühlschrankes oder des Warmwassers, dann rufen Sie uns bitte umgehend nach Feststellung an (also nachmittags oder abends auf unserem Festnetztelefon oder Nachricht auf AB hinterlassen)  und wir werden uns um sofortige Abhilfe bemühen. Aber auch dies kann eventuell ein paar Tage dauern, Sie kennen das ja von Handwerkern in Deutschland.
Wir hatten leider schon Mieter, die den kurzfristigen Ausfall des Wassers, Warmwassers oder des Kühlschrankes / der Waschmaschine zum Anlass nehmen wollten, die Gesamtmiete für die entsprechenden Tage zurückzufordern, so als wäre das Haus dadurch komplett nicht bewohnbar gewesen.
Dass wir uns auf so etwas nicht einlassen können, versteht sich sicher von selber und dass der Ausfall von einem wichtigen elektrischen Gerät  ( oder auch mehrerer bedingt durch kurzfristigen Ausfall einer Hauptsicherung) oder des Wassers nicht mehr als max. 10 % einer Tagesmiete ausmachen können, ist sicher klar, siehe auch Frankfurter Tabelle für Reisemängel.
Etwas anders ist es bei der Heizung im Winter. Sollte diese durch einen Defekt im Haus ausfallen, ersetzen wir Ihnen bis zu 20 %  der Tagesmiete.
Fällt allerdings der Strom in der gesamten Siedlung aus, und damit natürlich auch Heizung und Wasser, ist dies ein Fall von höherer Gewalt und wir treten wir nicht für den Schaden ein, ebenso wenn etwas durch Frostschäden nach langer Kälteperiode zerstört wird, siehe Mietvertrag.
Auch ganz wichtig: Sollte sich ein gemeldeter Mangel plötzlich von selbst erledigt haben ( beim Fernseher haben wir solche wundersamen Selbstheilungen beispielsweise schon erlebt und auch beim Herd, der Waschmaschine oder den Sicherungen), dann setzen Sie uns bitte umgehend davon in Kenntnis, denn wenn wir dann noch einen Handwerker zu Ihnen schicken und die Sache hatte sich schon lange erledigt, dann haben Sie sicher Verständnis dafür, dass wir Sie an den Kosten beteiligen, die der freundliche Schwede uns für seine vergebliche Anreise auferlegt..

 Noch Weiteres zu Thema Strom:
Ein alle paar Jahre mal wieder auftretendes Problem ist der Stromausfall, der auch mal mehrere Stunden, im Extremfall auch Tage dauern kann. Im Winter bedingt durch zu viel Schnee und Winterstürme,  was die Strommasten umknicken lässt, im Sommer durch Sturm, Gewitter mit Blitzeinschlag, alles eine Folge der vielen oberirdisch geführten Stromleitungen. Wir haben zwar ein Notstromaggregat in der Villa Äppleträd, aber dadurch haben Sie außer abends Licht natürlich noch keine Heizung und kein Warmwasser.

Grundsätzlich zum Thema Wasser:
Die Siedlung "Uthammars Udde" hat eine Verwaltung, die sich unter anderem um die Straßen, den Hafen und das Wasser bzw. Abwasser kümmert. Es gibt also keine kommunale, sondern eine private Wasserversorgung, das Wasser ist von ausgezeichneter Qualität und sehr weich. Mineralwasser ist in Schweden viel teurer als wir es in Deutschland gewohnt sind, wenn Sie also Ihren eigenen "Soda Stream", "WasserMax" o. Ä. einsetzen möchten, bestehen absolut keine Bedenken. In der Villa Äppleträd steht inzwischen auch ein SodaStream/SodaClub den Mietern zur Verfügung. (CO2-Zylinder mitbringen!)

 Da das Pumpwerk elektrisch betrieben wird, fällt bei einem Stromausfall in der Siedlung natürlich auch das Wasser aus. Sollte dies einmal länger der Fall sein, wird der Verein aber nachmittags für 1-2 Stunden eine Wasserversorgung per Notstromaggregat anbieten, da fragen Sie dann am besten bei den Nachbarn an. Das ist aber glücklicherweise in den ganzen Jahren, die wir die Häuser betreiben erst einmal bei den großen Stürm vom Januar 2005 und 2007 vorgekommen und das war dann noch das geringste Problem - der Sturm hat in Schweden quadratkilometerweise die Bäume umgemäht, die Schäden können Sie heute noch an manchen Stellen sehen....

 Zum Thema Mücken:
Anders als Sie es evtl. vermuten, aus Nordschweden oder vom Urlaub an einem kleinen schwedischen See her auch kennen, gibt es ( salzwasserbedingt) am Meer sehr wenig Mücken. Tagsüber eigentlich gar nicht, abends kommen sie dann natürlich schon mal hervor, wenn man bei Dunkelheit mit Licht draußen auf der Terrasse sitzt, das ist ja zuhause nicht anders. Mückenschutzgitter gibt es daher in den Häusern an einigen Fenstern (vorwiegend Schlafräume),  damit man nachts Licht an und Fenster aufmachen kann.

 Nochmal Probleme:
Das war es nun mit den großen Dingen die passieren können - aber auch bei Kleinigkeiten ist eine Soforthilfe nicht immer möglich, und wenn Ihnen ein selbstverschuldetes Missgeschick passiert, etwas beispielsweise der Toilettendeckel durchbricht, ein Duschvorhang abreißt oder die Kaffeekanne zerbricht, dann ist es am einfachsten und schnellsten, Sie ersetzen den Schaden selbst. Gehen kleine Dinge des täglichen Gebrauches durch Abnutzung kaputt (Kaffeemaschine, Toaster...), werden wir Sie -  nach telefonischer Rücksprache- wahrscheinlich auch bitten, den Gegenstand neu zu kaufen und uns in Rechnung zu stellen.

Nun sind Feriengäste, die den Urlaub im schwedischen Ferienhaus einem Hotelaufenthalt an der italienischen Riviera oder in Spanien vorziehen, meist sowieso praktisch veranlagt und leimen eben einen zerbrochenen Stuhl zusammen, bevor sie bei uns anrufen oder kaufen eine neue Ruderdolle für das Boot, wenn die alte zerbricht.
Wir hatten aber auch schon hier und dort Gäste, die sich von einem Ferienhaus in den schwedischen Wäldern einen Luxus und Komfort versprochen haben, den wir einfach nicht bieten können.
Wenn ein Haus mehrere Wochen nicht bewohnt war, dann haben schon mal Tiere ihre Spuren auf der Terrasse hinterlassen, da liegen Kiefernnadeln, Laub oder Zweige auf Weg und Terrasse oder tote Fliegen auf der Fensterbank.  Und wenn Ihnen also der Sinn nach gepflegten Blumenbeeten und sorgfältig beschnittenen Bäumen steht, werden Sie hier eine Enttäuschung erleben, Ihre Kinder (und Hunde...) werden es aber zu schätzen wissen....
Im Winter muss man sich eventuell seinen Weg zum Haus durch den Schnee freibuddeln  (aber nur auf dem eigenen Grundstück, die Straßen in der Anlage selber werden vom Uthammar- Verein freigehalten) und es dauert ein paar Stunden und wenn es vorher sehr kalt war, auch mal länger, bis die Wasserrohre soweit aufgetaut sind, das dass  Wasser wieder fließt.

Wer also in seinem Urlaub die Perfektion sucht, nicht bereit ist, notfalls etwas Eigeninitiative an den Tag zu legen und Abstriche bei der Gepflegtheit der Umgebung zugunsten der Natur zu machen,  sondern sich lieber bedienen lässt (was ja im Urlaub auch durchaus verständlich und legitim ist!), der sollte entweder kein Haus in Schweden buchen, oder wenn, dann nur in einer Ferienhaussiedlung, die von einem großen Veranstalter komplett gemanagt wird.  

Zum Thema "Boot/Kanu":

Zu jedem unserer drei Häuser gehört auch ein Boot bzw. Kanu.

Es besteht natürlich keinerlei Verpflichtung zur Nutzung, wir würden uns aber freuen, wenn bei längerer Aufenthaltsdauer und Sturm/viel Regen mal nach den Booten an ihren Stegplätzen geschaut wird und ggf. Wasser ausgeschöpft.

Wenn Sie das zum Haus gehörige Boot/Kanu nutzen, dann gehen wir aber davon aus, dass Sie im Umgang damit halbwegs kundig sind und z.B. auch eine ungefähre Vorstellung von Verkehrsregeln auf dem Wasser  haben, insbesondere von den Ausweichregeln zwischen Wasserfahrzeugen.

Da ein Boot im Gebrauch schnell mal heftig auf Felsen aufsetzen kann, Ruderdollen abreißen, Ruder  oder Bänke verloren gehen können und einige Kleinunfälle mehr, sollten Sie auch mit einem Trailer umgehen können, damit Sie das Boot notfalls aus dem Wasser ziehen können. Detaillierte Infos zu Booten und Trailer finden Sie hier. 

Aus den vorgenannten Gründen besteht auch keine Garantie, dass Sie wirklich ein voll funktionstüchtiges Boot/Kanu vor Ort vorfinden. Wie bei den Motoren auch müssen Sie ggf. tätig werden und Dinge ersetzen oder notfalls ein Leck mit Glasfasermatte und Epoxidharz flicken. Die Angler kennen das und haben Reparatur-Kleinkram i.d.R. dabei;) Wir gehen davon aus, dass Sie ersetzen bzw. reparieren, was Sie selbst verschuldet haben. Ansonsten bitte sofort melden, dann besprechen wir das weitere Vorgehen.

 Zum Thema "Außenborder":
 Wenn Sie bei uns einen Motormietvertrag abschließen, passiert das in der Regel einige Wochen oder Monate, bevor Sie nach Schweden fahren. Bis dahin haben noch  andere Mieter den Motor gemietet und nicht jeder ist da sachkundig. Außerdem gibt ziemlich tückische Untiefen. Da wir selber zwischendurch nicht mal eben zum Reparieren nach Schweden fahren, können wir daher keine Garantie  dafür geben, dass Sie vor Ort auch wirklich einen funktionierenden Motor vorfinden. Sollte der von Ihnen gemietete Außenborder also definitiv  einen größeren Schaden haben und auch kein Ersatz vor Ort sein, so können wir Ihnen im Nachhinein nur das Geld für die Motormiete rückerstatten. Wer als Angler also unbedingt auf einen Motor angewiesen ist, bringt diesen besser selber mit, dann weiß er sicher, dass es keine Problem gibt oder er mietet ein Angelboot inklusiv Motor und Service, siehe links den Menüpunkt "Angeln/ Boote".
Warum wir kein Geld rückerstatten wenn der Motor nicht anspringt oder gleich wieder ausgeht:
Als wir Ende der neunziger Jahre mit der Vermietung unserer Ferienhäuser und dann – weil es da eine so starke Nachfrage gab - auch mit der zusätzlichen Vermietung von Bootsmotoren begannen, haben wir jedes Mal Panik bekommen, wenn ein Mieter anrief und klagte, dass der Motor nicht anspringen würde. Oder gleich wieder ausginge. Und das bei neuen Motoren, die beim Vormieter noch tadellos gelaufen waren.
Wir haben dem jeweiligen Mieter dann sein Geld zurückerstattet nur um festzustellen, dass der nächste Mieter überhaupt keinerlei Probleme mit dem Motor hatte, obwohl wir ihn vorgewarnt hatten. Dasselbe passierte uns dann auch einige Male in unserem Sommerurlaub: Mieter kamen an und erklärten, der jeweilige Motor ginge nicht. Mein Mann ging zum Hafen runter, rein ins Boot, Motor an, lief tadellos, ging nicht aus. Mieter wieder ins Boot: Motor springt nicht an. Usw.
Kann gar nicht zählen wir oft das schon passiert ist. Besonders mit Mietern, die dann ausdrücklich Wert darauf legen, dass sie Eigentümer von Segelschein, Motorbootschein, was auch immer sind.
Fazit: manche Leute kriegen es nicht gebacken, Startknopf, Choke und Gas ins richtige Verhältnis zu setzen. Oder drehen den Benzinhahn zu weit in die andere Richtung, so dass er wieder geschlossen ist, haben wir alles schon erlebt.
Da war dann natürlich immer der Vormieter schuld, der es vermurkst hat.
Also noch einmal: auf „Motor sprang nicht an“ lassen wir uns nicht ein, es sei denn es ist nachweislich wirklich etwas Größeres kaputt. Wenn Sie das für ungerecht halten: NICHT mieten!!!
Noch ein Tipp: unbedingt die örtliche Marina in Figeholm meiden, nur Kleinkram wie Splinte oder Scherstifte dort kaufen. Service / Dienstleistungen sind unbezahlbar: Ein Mieter hat beispielsweise im Boot die Sitzbank zerbrochen und die Reparatur kostete mehr als das Vierfache einer neuen Original-Sitzbank!
Wenn Sie also meinen der Vergaser oder anderes Motor-Innenleben wär verschmutzt, die Zündkerzen müssten gewechselt werden usw. weil der Motor nicht rund läuft und Sie trauen sich das nicht zu, dann kommen Sie lieber nicht auf die Idee, dass dort machen zu lassen. Ruckzuck sind Sie Euro 200.- und mehr los und an den Kosten beteiligen wir uns ganz sicher nicht, daher dann lieber: bitte keinen Motor bei uns mieten!!!

 Zum Thema  Kaution:
Diese überweisen Sie mit der Restmiete.
Falls Sie zusätzlich zwei Motoren oder Boote gemietet haben und sich Ihre Kaution also auf beispielsweise Euro 600.- summiert, besteht auch die Möglichkeit, uns diese in Form von drei Verrechnungsschecks á 200.- Euro zu schicken. Dann aber bitte mit regulärer Post, NICHT per Einschreiben. Falls es keine Beanstandungen am Urlaubsende gibt, zerreißen wir die Schecks dann später oder wir bewahren sie auf Wunsch für einen weiteren Urlaub auf, damit sich das Thema Kaution dann erledigt hat. Wir schicken Sie Ihnen aber nicht zurück!
Ansonsten: Bei den Infos, die Sie zu Haus und Anreise erhalten ist auch ein Rückmeldebogen, auf dem Sie befragt werden,  was Ihnen gefallen hat oder nicht, ob Ihnen etwas Größeres kaputt gegangen usw. Dort ist dann auch die Bankverbindung anzugeben, auf die die Kaution rücküberwiesen werden soll.  Haben Sie keine größeren Schäden verursacht (ein kaputtes Trinkglas oder ein zerschlagener Teller gehören nicht dazu  :-))) und Ihr  Nachmieter hat sich auch nicht über die Qualität der Endreinigung beschwert,  dann bekommen Sie die Kaution innerhalb von ca. 2 Wochen nach Eingang der Rückmeldebogens auf Ihr Konto.

 Zum Thema Müll-Entsorgung:
Im Zeitraum Juni-August wird der Müll in der Siedlung Uthammar jeden zweiten Montag abgeholt. In den Monaten April, Mai und September bis Mitte Oktober nur einmal im Monat. Im Winterhalbjahr, also im Zeitraum Mitte Oktober bis Anfang April sind Sie für den Abtransport Ihres Mülls leider auf sich selbst gestellt.
Detaillierte Infos dazu bekommen Sie von uns vor Anreise.
Flaschen, größere Plastikverpackungen und Pappe/Papier sammeln Sie bitte und nehmen das dann zu den entsprechenden Containern mit. Sonst ist die eigene Tonne einfach zu schnell voll und es ist wegen der vielen wilden Tiere absolut wichtig, diese immer fest verschlossen zu halten. Bei überquellendem Müll, Säcken, die daneben gestapelt werden oder noch schlimmer, wenn ein Mieter seinen Müll evtl. mal großzügig in die Tonne eines länger abwesenden schwedischen Nachbarn entsorgt gibt es sofort die rote Karte vom Uthammar-Verein. Der schickt mir dann eine Email zur Kenntnisnahme und veranlasst umgehend eine Sonderleerung durch die Oskarshamn Kommune. Da es dort  bis zur Rechnungsstellung dann einige Wochen bis Monate dauern kann und Sie ja nicht so lange auf ihre restliche Kaution warten wollen, ziehe ich Ihnen pro Tonne für eine Sonderentleerung Euro 70.- von Ihrer Kaution ab und es gibt da dann auch keine weiteren Diskussionen oder Abrechnungen. Es wär also schön, wenn es gar nicht erst so weit kommt, ist den schwedischen Nachbarn gegenüber auch so schon peinlich genug, dass es bisher ab und zu  Anlass zu solchen Aktionen gab....(hier brauchen sich Paare oder Familien aber eigentlich auch nicht angesprochen zu fühlen, solche Probleme hatten wir bisher ausschließlich mit größeren Angelgruppen, bei denen anscheinend vom Organisator der Reise dann nicht alle einschlägigen Infos von uns und dem Uthammar- Verein an die einzelnen Gruppenmitglieder weiter gegeben wurden.)

 Thema Endreinigung:
Wie bereits oben erwähnt - im privaten Bereich jemanden für Dienstleistungen wie Gartenpflege oder fürs Putzen zu finden, ist so gut wie unmöglich; das liegt natürlich auch an den Entfernungen und in den großen Städten mag das evtl. anders ein. Aber wir, genau so wie alle anderen Ferienhausbesitzer die wir kennen, haben noch niemals irgendeinen Schweden gefunden, der bereit gewesen wäre, für andere Leute zu putzen und daher obliegt Ihnen leider die Endreinigung ganz alleine!
Problematisch wird es, wenn ein Mieter keine oder eine nur eine sehr oberflächliche Säuberung vornimmt, obwohl er sich dazu im Mietvertrag verpflichtet hat und von uns mit den Reiseunterlagen auch eine "Checkliste" zur Endreinigung erhält. 
Es kommt sicher mal vor, dass man vergisst einen Mülleimer, Backofen oder Kamin zu reinigen, dass hier noch ein Spinnweb hängt und da ein paar Blätter oder Gräser ins Haus wehen.  Wenn aber alles nicht gesäubert wurde und auch Bad, Küche und Fußboden sichtbar nur "besenrein" hinterlassen wurden, ist das keine Endreinigung im üblichen Sinne. 
Dann muss der Nachmieter putzen, was nicht gerade fair ist, wenn dieser nach langer Fahrt am Urlaubsort ankommt. 
Es gilt daher folgende Regelung: Wenn Sie feststellen sollten, dass Ihr Vormieter wirklich nicht richtig gereinigt hat, melden Sie sich bitte SOFORT kurz bei uns auf unserem Festnetztelefon oder per Email. Also noch am Tag der Anreise oder spätestens am Folgetag. (Ggf. auf AB sprechen, wenn Sie uns nicht persönlich erreichen.)  Wir werden Ihnen dann aus der Kaution des Vormieters Ihren Putzaufwand bezahlen und zwar mit € 15.- pro Arbeitsstunde, x 2 für entgangene Urlaubsfreuden= € 30.-
Wenn Sie sich allerdings erst Tage später oder nach Ihrem Urlaub über eine mangelhafte Endreinigung Ihres Vormieters beschweren, ist es leider zu spät und kann von uns nicht mehr berücksichtigt werden.
Bisher haben wir in dieser Hinsicht wirklich kaum einmal Probleme gehabt, jeder gibt sich eigentlich Mühe, dem Nachmieter alles ordentlich zu hinterlassen.  
Um aber den zu hohen Anforderungen ganz pingeliger Hausfrauen genauso entgegen zu wirken wie der zu laxen Handhabung mancher Angelfreunde, gilt hier der goldene Mittelweg; das heißt beispielsweise:
Die Villa Äppleträd mit ihren beiden Etagen und den Außenanlagen wie Gästehaus, Saunaofen,  Pavillon, Treppen, Terrasse ist für zwei putzende Personen komplett ganz sicher NICHT in einer Stunde zu reinigen. Aber länger als 2,5 - 3 Stunden sollten diese beiden insgesamt auch nicht dafür benötigen, denn eine komplette Grundreinigung mit Fenster putzen, Jalousien entstauben und jede Dekoration hochnehmen und abwischen erwarten wir auf keinen Fall und sollten Sie von Ihrem Vormieter dann auch nicht erwarten! Die bereits erwähnte Checkliste als Kontrolle zur Endreinigung ist da auch nicht so extrem interpretierbar! 
Wir haben es in der Villa Äppleträd vor Jahren ein paarmal erlebt, dass Nachmieter einer ganz normalen Endreinigung uns meinten erzählen zu müssen, sie hätten zu zweit noch einmal "mehr als drei Stunden nachgeputzt "  um das Haus in einen einigermaßen wohnlichen Zustand zu versetzen. Dies ist dann doch in den Bereich der Legenden zu verweisen und auf solche Wichtigtuereien gepaart mit seltsamer Profilierungssucht gehen wir auch gar nicht mehr weiter ein. Mehr als die o. g. Zeit dauert eine komplette Endreinigung gemäß Checkliste nicht und dass ein Vormieter überhaupt nicht gesäubert hat, haben wir auch nie erlebt.
Wenn wir also einen solchen Anruf bekommen und dann jemanden hinschicken der feststellt, dass ganz normal gemäß Checkliste endgereinigt wurde und nur ein paar Kleinigkeiten übersehen, die man innerhalb weniger Minuten hätte erledigen oder einfach ignorieren können, dann werden wir dem Überprüfenden seinen Zeitaufwand mit Euro 100.- aus der Kaution des entsprechenden  "Wichtigtuers" honorieren.
Die Häuser Bergtroll und Törnrosa, bei denen nur eine Ebene bewohnt wird, sind selbstverständlich auch viel schneller wieder sauber, da kommen Sie bequem mit der halben Zeit hin und da haben wir bisher auch kaum mal diese Art von Profilierungssucht erlebt...
Wie gesagt, die Vorstellungen von dem was "sauber und ordentlich hinterlassen" heißt, mögen sicher unterschiedlich sein. Und bevor sich jemand über ein paar vergessene Krümel auf Tisch und Boden aufregt, sollte er sich erst einmal überlegen, ob sich das minutiöse Dokumentieren von Flusen und Krümeln per Foto und Übersenden eines detaillierten Berichtes über diese Verfehlungen des Vormieters wirklich lohnt, oder ob man das Ganze nicht in wenigen Minuten weggewischt- oder gesaugt haben könnte- und dann beginnt einfach der Urlaub!.
In einem können Sie jedenfalls ganz sicher sein:

Wenn wir die Häuser an unsere Mieter übergeben, sind sie genau so ausgestattet, wie in der Beschreibung angeben. Böse Überraschungen werden Sie in dieser Hinsicht bestimmt nicht erleben. Sie sollten sich die Beschreibung für Ihr Haus kurz vor dem Urlaub im Internet aber noch einmal sorgfältig durchlesen!!! Manchmal hat man etwas nicht richtig in Erinnerung und geht dann beim Packen von falschen Voraussetzungen aus, da man vor der Buchung schon so viele Hausbeschreibungen durchgelesen, dass man u. U. mal etwas verwechselt.
Wie bereits erwähnt, jeder Mieter erhält mit seinen Buchungsunterlagen einen Rückmeldebogen, in dem er alle positiven und negativen Dinge, Verbesserungsvorschläge, Mängel und Schäden eintragen kann. Dann bitte aber auch erklären, was Sie genau meinen und nicht nur z.B. aufschreiben "Terrasse verbesserungswürdig" , sondern konkret " Tisch kaputt, muss ersetzt werden". Diese Bögen werden von uns gewissenhaft abgearbeitet und wir denken, dass wirklich die allermeisten Mieter einen sehr schönen und erholsamen Urlaub haben.

Da ich aber die Vermietung unserer drei Häuser nicht gewerblich, sondern privat in unserer sehr knapp bemessenen Freizeit nebenher betreibe, möchten wir als Eigentümer uns gerne vor notorischen Nörglern und Querulanten schützen, die überall das berühmte Haar in der Suppe finden.
Wir haben nicht die Lust und Zeit wie große Reiseunternehmen Prozesse mit Mietern zu führen, die den Mietpreis um 50% drücken wollen, weil die Gartenschaukel quietscht, ein Hahn in der Umgebung kräht oder der schwedische Nachbar gerade seinen Holzvorrat für den Winter sägt, denn für den Deutschen vielleicht etwas ungewohnt:  So etwas wie Sonntagsruhe kennen die Schweden nicht, da sie oft ihre Ferienhäuser nur am Wochenende nutzen und dann evtl. Bau- oder Instandhaltungsarbeiten usw. in Haus und Garten ausführen müssen, die auch mal recht geräuschvoller Natur sein können.

Wir möchten nicht unsere Freude daran verlieren, anderen Familien Schweden näher zu bringen, daher verstehen Sie diesen Aufsatz hier bitte nicht als Abschreckung, sondern als realistische Einschätzung für realistische Menschen. Der größte schwedische Anbieter für Ferienhäuser in Deutschland macht es übrigens nicht anders, siehe http://www.ssf-turist.se/info.jsp/1/Allgemeine+Informationen

  Noch eine letzte Antwort:

Warum wir unsere Häuser zwischen Januar und Ende März/Anfang April normalerweise NICHT vermieten:

Wenn wir die Siedlung nach den Weihnachtsferien verlassen, dann haben wir alle drei Häuser winterfest gemacht und zwar so, dass auch ein längerfristiger Stromausfall ihnen nichts anhaben kann:
Alle Klos und Spülkästen wurden geleert, mit dem Kompressor wurde aus allen Leitungen das Wasser gepustet, die Boiler wurden geleert, alle Wasserhähne geöffnet usw.
Alle Rohrleitungen, Trapse, Klos, Waschmaschine, Geschirrspüler, Spülkästen usw. stattdessen mit Glykol gefüllt , denn bei strengem Frost werden es schnell mal bis – 20 Grad und weniger  im Haus und das sprengt jede Rohrleitung , jede Dichtung, jeden Wasserhahn, jeden Duschkopf  wenn da auch nur ein kleiner Rest Wasser drin verblieben ist.

Würde man da den ganzen Winter ( elektrisch!) durchheizen ginge das schnell in die tausende Euro und  da in Schweden durch Stürme und Umknicken von Stromleitungen gerade  in den Monaten Januar-März auch schon mal für Tage der Strom ausgefallen ist, wäre das Risiko da auch einfach zu groß. Die Schweden machen das durchaus z.T. mit dem Durchheizen, aber die sind ja auch zwischendurch und an den Wochenenden mal in ihren Ferienhäusern.

Für uns lohnt es sich aber absolut nicht, wegen zwei oder drei Vermietungen im Zeitraum Januar bis April komplett Durchzuheizen, daher vermieten wir erst wieder ab der halbwegs Schnee -und eisfreien Zeit, wenn auch die Boote wieder in die Ostsee können und das ist auch in sehr milden Jahren eigentlich nie vor April der Fall.
Falls Sie sich aber aus beruflichen Gründen länger vor Ort aufhalten müssen und daher ein Interesse an einer Langzeitanmietung haben, also durchgehend von Oktober bis April oder Januar bis April, übersenden wir Ihnen auf Anfrage gerne unser entsprechendes Infoblatt mit den dafür geltenden Konditionen.

 

Cordula und Jens  Grobelny

 

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